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Vollmacht schreiben: Muster und was unbedingt hineingehört
28. Juli 2026 · 5 Min. Lesezeit
Mit einer Vollmacht erlaubst du einer anderen Person, in deinem Namen zu handeln – etwa ein Paket abzuholen, einen Behördengang zu erledigen, dein Auto anzumelden oder eine Bankangelegenheit zu regeln. Dafür brauchst du kein juristisches Fachwissen, aber ein paar Angaben müssen zwingend hinein, sonst wird die Vollmacht nicht anerkannt.
Dieser Ratgeber zeigt dir, was in jede Vollmacht gehört, welche Arten es gibt und worauf du beim Formulieren achten solltest.
Passendes Werkzeug
Vollmacht-Vorlage
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Vollmacht-Vorlage öffnenWas in jede Vollmacht gehört
Eine Vollmacht ist formlos gültig – wichtig ist, dass die folgenden Angaben klar und vollständig darin stehen:
- Die Überschrift „Vollmacht“, damit der Zweck des Dokuments sofort erkennbar ist.
- Der Vollmachtgeber: dein vollständiger Name, Geburtsdatum und deine Anschrift.
- Der Bevollmächtigte: Name, Geburtsdatum und Anschrift der Person, die handeln darf.
- Der genaue Umfang: wofür die Vollmacht gilt – so konkret wie möglich formuliert.
- Ort, Datum und die eigenhändige Unterschrift des Vollmachtgebers.
Welche Arten von Vollmacht gibt es?
- Spezialvollmacht: gilt nur für eine einzelne, genau benannte Angelegenheit – etwa das Abholen eines Pakets. Das ist der häufigste Fall.
- Generalvollmacht: umfassend, sie deckt viele oder alle Rechtsgeschäfte ab. Wegen ihrer Reichweite solltest du sie nur sehr überlegt und an eine Person deines vollen Vertrauens ausstellen.
- Vorsorgevollmacht: greift für den Fall, dass du selbst nicht mehr handlungsfähig bist. Sie ist ein eigenes, sensibles Thema – hier lohnt sich oft eine Beratung und je nach Zweck eine Beglaubigung.
So gehst du vor
Zweck festlegen
Überlege genau, wofür die Vollmacht gelten soll, und formuliere den Umfang so eng wie möglich.
Daten eintragen
Trage Vollmachtgeber und Bevollmächtigten mit Name, Geburtsdatum und Anschrift ein.
Unterschreiben
Ergänze Ort und Datum und unterschreibe eigenhändig. Gib der bevollmächtigten Person das Original mit.
Worauf du achten solltest
Halte den Umfang so eng wie möglich – eine Vollmacht sollte nur das erlauben, was wirklich nötig ist. Viele Stellen möchten das Original sehen und zusätzlich eine Ausweiskopie des Vollmachtgebers; lege sie im Zweifel bei.
Für bestimmte Geschäfte reicht eine einfache Vollmacht nicht aus: Grundstücksangelegenheiten und manche Bankgeschäfte verlangen eine notarielle Beglaubigung. Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung – in wichtigen oder unklaren Fällen frag im Zweifel eine fachkundige Stelle.
Häufige Fragen
Muss eine Vollmacht handschriftlich sein?
Nein. Der Text darf getippt sein; nur die Unterschrift des Vollmachtgebers sollte eigenhändig sein. Eine formlose schriftliche Vollmacht ist in den meisten Alltagsfällen ausreichend.
Braucht eine Vollmacht einen Notar?
In den meisten Alltagsfällen nicht. Für Grundstücksgeschäfte und einzelne Bankangelegenheiten kann jedoch eine notarielle Beglaubigung nötig sein.
Kann ich eine Vollmacht widerrufen?
Ja, eine Vollmacht kannst du grundsätzlich jederzeit widerrufen. Lass dir dafür möglichst das Original zurückgeben oder informiere die Stelle, bei der die Vollmacht vorgelegt wurde.
Was ist der Unterschied zwischen Vollmacht und Vorsorgevollmacht?
Eine normale Vollmacht gilt sofort für eine bestimmte Angelegenheit. Eine Vorsorgevollmacht greift für den Fall, dass du selbst nicht mehr entscheiden kannst – sie ist weitreichender und sollte besonders sorgfältig aufgesetzt werden.
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