Bewerbung
Anschreiben schreiben: Aufbau, Formulierungen und Muster
23. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit
Während der Lebenslauf zeigt, was du bisher gemacht hast, beantwortet das Anschreiben die eigentliche Frage des Arbeitgebers: Warum genau du, und warum genau diese Stelle? Es ist deine Chance, aus Fakten eine Motivation zu machen.
Ein gutes Anschreiben ist kein literarisches Werk, sondern klar aufgebaut und auf die Stelle zugeschnitten. Wenn du die Struktur kennst und die häufigsten Floskeln vermeidest, hebst du dich schon von vielen Bewerbungen ab.
Passendes Werkzeug
Briefvorlagen
Den förmlichen Rahmen deines Anschreibens – Absender, Empfänger, Datum, Betreff nach DIN-Norm – erstellst du mit dem Briefvorlagen-Tool und lädst ihn als PDF herunter. Den Text schreibst du selbst.
Briefvorlagen öffnenDer Aufbau eines Anschreibens
- Absender (deine Kontaktdaten)
- Empfänger (Unternehmen, wenn möglich mit Ansprechpartner)
- Ort und Datum
- Betreffzeile mit der konkreten Stelle
- Persönliche Anrede
- Einleitung: der Aufhänger
- Hauptteil: Motivation und passende Qualifikation
- Schluss mit Gesprächswunsch
- Grußformel und Unterschrift
Ein starker Einstieg statt Floskeln
„Hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle“ ist der schwächste mögliche Einstieg – er sagt nichts aus und liest sich hundertfach gleich. Steig stattdessen mit einem konkreten Bezug ein: was dich an dem Unternehmen oder der Aufgabe reizt, oder eine passende Erfahrung, die sofort Relevanz zeigt.
Wenn du einen Ansprechpartner kennst, sprich ihn direkt an („Sehr geehrte Frau …“). Nur wenn sich trotz Recherche kein Name finden lässt, ist „Sehr geehrte Damen und Herren“ vertretbar.
Hauptteil: warum du, warum diese Stelle
Im Hauptteil verbindest du die Anforderungen der Stellenanzeige mit deinen Erfahrungen. Greif zwei bis drei Punkte aus der Ausschreibung auf und belege sie mit konkreten Beispielen aus deinem Werdegang – statt Eigenschaften nur zu behaupten („teamfähig, motiviert, zuverlässig“), zeigst du sie an einer Situation.
Schreib in der aktiven Sprache und aus Sicht des Nutzens für den Arbeitgeber. Nicht „Ich suche eine neue Herausforderung“, sondern was das Unternehmen von dir hat.
Länge und Form
Ein Anschreiben passt auf eine Seite – mehr liest kaum jemand. Halte dich an einen üblichen förmlichen Briefaufbau (Absender, Empfänger, Datum, Betreff), das wirkt professionell und ist bei automatischer Verarbeitung gut lesbar. Achte auf fehlerfreie Rechtschreibung; Tippfehler im Anschreiben sind ein vermeidbarer K.-o.-Grund.
Schritt für Schritt
Stellenanzeige auswerten
Markiere die wichtigsten Anforderungen – sie geben dir die Struktur des Hauptteils vor.
Rahmen aufsetzen
Absender, Empfänger, Datum und Betreff korrekt anlegen, zum Beispiel mit einer Briefvorlage.
Text schreiben und schärfen
Einstieg, Hauptteil, Schluss formulieren, dann kürzen und Korrektur lesen (lassen).
Häufige Fragen
Wie lang darf ein Anschreiben sein?
Maximal eine DIN-A4-Seite. Wird es länger, kürze auf die überzeugendsten Punkte.
Ist „Sehr geehrte Damen und Herren“ in Ordnung?
Nur als Notlösung. Eine persönliche Anrede mit dem Namen des Ansprechpartners wirkt deutlich besser – die Recherche lohnt sich.
Gehört die Gehaltsvorstellung ins Anschreiben?
Nur, wenn die Stellenanzeige ausdrücklich danach fragt. Dann nennst du sie kurz am Ende des Hauptteils.
Passendes Werkzeug
Briefvorlagen
Den förmlichen Rahmen deines Anschreibens – Absender, Empfänger, Datum, Betreff nach DIN-Norm – erstellst du mit dem Briefvorlagen-Tool und lädst ihn als PDF herunter. Den Text schreibst du selbst.
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